Überörtlicher Verkehr – der andere Lösungsweg

Unsere Sicht auf heiße Themen:


Konkret


Überörtlicher Verkehr – der andere Lösungsweg

Unser Vorschlag zur Verbesserung des innerörtlichen Verkehrs haben wir ja detailliert dargestellt (Dorfmitte – Verkehrskonzept).

Hier geht es uns um überregionale Verkehre, die uns berühren oder es noch sollen.

Als erstes ist die A7 zu nennen. Für unsere Gemeinde Freud und Leid zugleich. Einer schnellen Anbindung über zwei Anschlussstellen nach Norden und Süden steht eine dauerhafte Lärmbelästigung gegenüber. Die einhergehende Luftverschmutzung wird sich durch bessere Abgastechnik und wachsenden Umstieg auf E-Mobilität u. andere Treibstoffe zukünftig stark verringern.

Aber der Hauptlärm der Reifengeräusche bleibt unser Problem. Wir haben die Bispinger Verwaltung gebeten, sich für das Grinding and Grooving-Verfahren bei der derzeitig laufenden Erneuerung der Autobahn im Gemeindegebiet, über das zuständige Straßenbauamt einzusetzen. Dieses Verfahren ist jetzt auch zur Ausführung gekommen. Es kann nur beim Bau von Betonfahrbahnen angewandt werden und senkt die Fahrgeräusche um 3 Dezibel. Das klingt nicht viel, ist aber ne Menge.

Hierbei wird die ausgehärtete Betonoberfläche abgeschliffen und es werden feine Rillen eingefräst, die den Luftdruck unter den Reifen aufnehmen.

Dieses Verfahren oder Flüsterasphalt muss auch bei zukünftigen Baumaßnahmen auf der A7 Anwendung finden. Dafür müssen wir uns alle einsetzen.

Als weitere Lärmschutzmaßnahme könnten an Teilstrecken Lärmschutzwälle entstehen. Auch als kommunales Projekt denkbar, denn ein solcher Wall ist nicht teuer wenn er aus, an anderen Stellen überschüssigem Boden entsteht.

Oft genannt wird eine regelmäßige Bahnverbindung nach Lüneburg für Personenverkehr.

Die bereits angebotenen Oldtimerzugfahrten sind eine schöne touristische Bereicherung – auch für Einheimische.

Das sich eine regelmäßige Bahnverbindung etablieren lässt glauben wir nicht. Dies müsste schon im Stundentakt mit modernen Zügen und mit viel höherer Geschwindigkeit geschehen, um mit der guten und schnellen Straßenanbindung nach Lüneburg konkurrieren zu können. Viele Halte – jedes Dorf wünscht sich einen – und eine nicht für hohes Tempo ausgebaute Strecke verhindern eine kurze Fahrt.
Mit dem Auto kommen wir von zu Haus nach Lüneburg direkt vor unser Ziel – mit der Bahn lediglich bis zum Bahnhof – unserem oder dem Lüneburger.

Was wir viel dringender brauchen ist ein S-Bahnanschluss nach Hamburg. So wie vor Hannover die Möglichkeit besteht, das Auto auf stehen zu lassen und ab Bennemühlen/Mellendorf mit der S-Bahn weiterzufahren, brauchen wir ab Thieshope,
Ramelsloh, Fleestedt oder Seevetal die autobahnnahe S-Bahnstation mit P+R Parkplatz, um vor den alltäglichen Staus auf der A1 und der A7, also vor dem Horster Dreieck oder dem Maschener Kreuz schon aufs S-Bahnnetz umsteigen zu können.
Hierzu wollen wir eine Allianz mit den gerade genannten Kommunen des Landkreises Harburg schmieden, um dort für eine S-Bahn Station zu kämpfen.

Auch der Güterbahnverkehr ist bei uns ein großes Thema.

Wir glauben, dass die Diskussion um Y-Trasse oder alpha E- Variante sich schon technisch überholt hat. Bis es zu einer Entscheidung kommt, die Planungen und Prozesse abgeschlossen und diese oder jene Strecke gebaut oder ertüchtigt wird, vergehen noch Jahrzehnte.
Bis dahin wird die zur Zeit in der Erforschung und Entwicklung befindliche Technik des Hyperloop ausgereift sein. Hierbei würden z.B. Container im Hamburger Hafen per Vakuum in hoher Geschwindigkeit durch eine Röhre bis nach Laatzen auf den Container-Hub geschickt werden und dort weiter verteilt werden.: Rohrpost für Container.
Da dies in einer geschlossenen evtl. unterirdischen, eingegrabenen Röhre passiert, ist davon ausserhalb nichts zu hören, zu sehen oder zu riechen. Bahnübergänge gäbe es auch nicht.
Wenn diese Technik für eine gerade Nord-Süd-Verbindung unser Gemeindegebiet z.B. parallel zur A7 durchlaufen müsste, würden wir uns dem nicht entgegenstellen, denn sie würde auch die derzeitigen Containerzüge durch unsere Dörfer übernehmen.

Zuletzt nochmal regional: Stichwort Bürgerbus

Auch hier vertrauen wir den neuen Techniken. Wir wollen uns für einen autonom fahrenden Bürgerbus stark machen, den man sich individuell nach Hause bestellen kann, um sich an sein Wunschziel fahren zu lassen. Zur Zeit sind diese Fahrzeuge in der Erprobung (Stadtbus in Hof oder Bad Birnbach) und in den nächsten 5 Jahren auch bei uns denkbar.

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