Liegenschaften der Gemeinde – wie liegen wir richtig?

Unsere Sicht auf heiße Themen:

Zu den Liegenschaften zählen auch die kommunalen Gebäude, z.B. Schule, Kindergärten und Feuerwehrhäuser. Diese sind mit ihrer Instandhaltung und den Neubauten immer wieder Thema im Rat.

Bei der Instandhaltung und den energetischen Sanierungen ist es uns wichtig, dass bei den veranschlagten Kosten und dem Aufwand die langfristige Funktionstüchtigkeit bzw. Aufgabenerfüllung des Gebäudes gegeben ist. Also ist ein zu sanierendes Gebäude zusätzlich inzwischen zu klein für seine Aufgabe oder nicht barrierefrei, dann sollte über Abriss und Neubau/Ersatzbau nachgedacht werden. Derzeit kommen gleich mehrere Gebäude für uns in Frage.

Dringender Bedarf besteht beim Sanitär- und Umkleideanbau der Hützeler Turnhalle. Die Turnhalle ist gerade mit Hilfe von Fördermitteln rundherum wärmegedämmt worden. Sie hat neue Fenster und Holzfassaden bekommen. Dazu einen barrierearmen Hintereingang. Dagegen ist der Anbau mit den Umkleiden und Duschen als Fußballschwerpunkt zu klein und auch sonst nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren. Hier hat die Verwaltung ebenfalls einen Förderantrag gestellt, nach dessen Bewilligung ein Abriss und Neubau erfolgen soll. Dies ist ein Beispiel für einen Sonderbau, der genau seine spezielle Aufgabe erfüllen können soll. Er ist zukünftig kaum für andere Zwecke nutzbar.

Bei anderen notwendigen Neu- bzw. Ersatzbauten muss das nicht zwingend sein. Hier wollen wir schon beim Planen und Bauen auf eine vielseitige Nutzbarkeit hinarbeiten, um auch eine andere Nachnutzung zu ermöglichen. Da die Gebäude eine Lebensdauer von 50 Jahren und mehr haben können, ist ein Wechsel in der Nutzung durchaus möglich oder gar wahrscheinlich.

Wenn wir ein neues Gebäude schon mit Hinsicht auf mögliche Nachnutzungen planen und bauen, bedeutet dies eine bleibende Werthaltigkeit über die kommunale Nutzung hinaus. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Neubau fällt hierbei besser aus. Ein Beispiel ist der Spökenkieker. Ein kleiner aber moderner Bau, der – falls keine kommunale Nutzung mehr erwünscht – jederzeit bei seiner Lage z.B. als Büro- u. Geschäftshaus vielfältig genutzt werden kann.

Beim Heidjer-Haus in der Borsteler Straße ist wiederum die Lage eine Diskussion wert. Das Haus selber ist die nächste Problembaustelle der Gemeinde. Es wurde um 1975 gebaut. Das Reetdach und die Heizungsanlage müssen erneuert werden. Die energetische Sanierung ist überfällig, aber bei einem Fachwerkhaus nicht so einfach. Wirklich barrierefrei ist es auch nicht. Wenn man dem DRK als jetzigen Nutzer bessere Räumlichkeiten im neuen Multifunktionsgebäude an der Schule anbieten würde, spricht nichts gegen den Rückbau des Gebäudes. Hierdurch bekäme man das, unserer Meinung nach, bestgelegenste Grundstück für den beschlossenen großen Kita/Krippenneubau frei. Direkt am Heidepark, mit Rodelberg und Matschtümpel, grenzenloser Weite mit Heide, Wiesen und Wald, zentraler Erreichbarkeit auch zu Fuß und per Rad sowie großem Parkplatz für Mitarbeiter und Eltern. Da unser Waldkindergarten an der Trift bereits keine freien Plätze mehr hat, kann der neue Kindergarten am Heidepark auch das Basislager für einen zweiten Waldkindergarten mitten im Heidepark werden.

Ähnlich stellen wir uns einen Rathausneubau vor. Unter dem Dach unseres Rathauses ist es im Sommer nicht nur zu heiß, sondern es verbergen sich die alte Feuerwache und ein Krämerladen darunter. Beides aus dem letzten Jahrtausend. Mehrfach umgebaut, läge nun eine energetische Sanierung an, sowie die Erneuerung der abgängigen Heizungsanlage und eine Überarbeitung der Strom- und Datenkabelverlegung.

Jedoch entscheidend für einen Neubau spricht, dass das alte Rathaus keinen Aufzug besitzt und auch sonst keinerlei Barrierefreiheit für Bürger oder Mitarbeitende bietet. In keinem Fachbereich ist es möglich beim Gespräch mit uns Bürgern Diskretion zu wahren oder dem Datenschutz gerecht zu werden, da sich fast alle Mitarbeitenden die Räume teilen und somit mehrere Bürger mit ihren Anliegen im gleichen Raum vorsprechen müssen. Die Räumlichkeiten sind so knapp, dass die ersten Mitarbeiter schon außer Haus arbeiten müssen.

Wenn wir uns also gute Arbeit, zufriedene Mitarbeiter, attraktive Ausbildungsplätze, übersichtliche Organisation und Kundenführung sowie guten Service für uns Bürger im Rathaus wünschen, dann steht es außer Frage gut ausgestattete, gesunde Arbeitsplätze zu schaffen, barrierefrei mit genügend Raum. Letztes brauchen der Rat und die Einwohner ebenfalls dringend für öffentliche Ratssitzungen. Das neue Rathaus könnte hinter dem vorhandenen auf den Parkplätzen – angelehnt an den Park – im laufenden Betrieb entstehen. Nach dem Umzug und dem Abriss des alten Gebäudes entstünde an der Straße der neue Parkplatz, der auch am Wochenende als Marktplatz oder Veranstaltungsort genutzt werden könnte.

Beim Luhetalbad und beim Klärwerk Grevenhof ist die Gemeinde außen vor, da diese Einrichtungen nicht mehr der Gemeinde gehören, sondern der Stadtwerke GmbH.

Das Klärwerk trägt sich allerdings aus kommunal erhobenen Abwassergebühren. Mit einem möglichen Gebührenüberschuss möchten wir die Stadtwerke beauftragen, das große Einsparpotential beim Stromverbrauch zu heben. Alte Kompressoren, Pumpen, Fördertechnik und elektr. Steuerungen zu erneuern, ergäbe ein Drittel weniger Stromverbrauch der Klärwerksaggregate. Da hier der Stromverbrauch der größte Kostenfaktor ist, würden sich langfristig unsere Abwassergebühren senken und sich die Energiebilanz wesentlich verbessern sowie die Lebensdauer des Klärwerkes verlängern.

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